Was ist ein Duftakkord?
Einen einzelnen Rohstoff von einem aufgebauten Dufteindruck unterscheiden.
Das lernen Sie
- Einen einzelnen Rohstoff von einem aufgebauten Dufteindruck unterscheiden.
- Den Schwerpunkt und die Begleitung eines Akkords benennen.
- Die Wirkung einer Änderung erklären, ohne immer mehr Zutaten hinzuzufügen.
Ein neuer Eindruck entsteht
Ein Akkord kann nassen Stein, salzige Haut, Wald oder Feuer darstellen, ohne diese Dinge zu enthalten. Ergänzende Facetten und ihre Mengen schaffen das Bild.
Gleichgewicht und Absicht
Ein Akkord braucht eine erkennbare Idee. Ein Stoff eröffnet, einer gibt Volumen, ein anderer Tiefe. Zu viel von einem kann das Gleichgewicht stören.
Vor dem Mischen vorstellen
Beschreiben Sie zwei vertraute Gerüche einzeln und stellen Sie sich dann ihre Verbindung vor. Welches neue Bild entsteht, über bloßes Gefallen hinaus?
Eine Note ist nicht immer ein Inhaltsstoff
Der Eindruck von feuchtem Stein oder sauberer Wäsche kann aus mehreren Rohstoffen entstehen. Eine solche Wirkung wird oft Note oder Akkord genannt. Von der dargestellten Landschaft oder dem Gegenstand gibt es nicht unbedingt einen Extrakt.
Den Schwerpunkt finden
Entscheiden Sie bei einem blumig-holzigen Akkord, was zuerst erkannt werden soll. Eine Blüte kann das Thema tragen, während Holz den Rahmen zeichnet. Wird das Holz dominant, ändert sich der Eindruck, obwohl dieselben Duftfamilien vorhanden bleiben.
Eine Verbindung schaffen
Zwei sehr unterschiedliche Eindrücke können bloß nebeneinanderstehen. Eine gemeinsame Facette kann sie verbinden: etwa eine grüne, würzige oder weiche Seite. Diese Verbindung zu suchen ist genauer, als allein für mehr Komplexität einen weiteren Rohstoff hinzuzufügen.
Einfach darüber sprechen
„Die Frische hebt das Holz hervor, ohne es zu verdecken“ beschreibt eine konkrete Wirkung. „Ein raffinierter und außergewöhnlicher Akkord“ erklärt den Geruch nicht. Beginnen Sie in der Beratung mit etwas Erkennbarem und prüfen Sie, ob die andere Person ähnlich wahrnimmt.
Hilfreiche Begriffe
Eine Duftbeschreibung ist keine Analyse der Formel. Verwenden Sie bei Vergleichen „Das erinnert an …“.
Facette
Ein Aspekt eines Geruchs: Derselbe Stoff kann an Zitrone, grüne Blätter und Holz erinnern.
Akkord
Eine Mischung von Stoffen mit einem gemeinsamen Dufteindruck. Sie kann eine Pflanze ohne deren Extrakt darstellen.
Extrakt
Ein durch ein bestimmtes Verfahren gewonnener Stoff. Neben der Pflanze zählen Pflanzenteil und Methode.
Destillation
Wasserdampf trägt flüchtige Bestandteile mit. Nach dem Abkühlen werden wässriges Destillat und gegebenenfalls ätherisches Öl getrennt.
Absolue
Ein durch Extraktion und Reinigung, meist mit Lösungsmitteln, gewonnenes Duftprodukt. Kein ätherisches Öl.
Harz
Eine pflanzliche Absonderung, verschieden von Nadeln und Holz. Ihr Extrakt ist nicht mit einem Nadelöl austauschbar.
Selbst ausprobieren
So arbeiten Sie mit dem Kurs
- Eine klare Absicht in einem Satz formulieren.
- Die einzelnen Eindrücke getrennt beschreiben.
- Zwei gedachte Versionen vergleichen und dabei jeweils nur eine Rolle verändern.
Stellen Sie sich einen Akkord „Garten nach dem Regen“ vor. Wählen Sie drei Eindrücke: ein grünes Blatt, eine weiche Blüte und feuchte Erde. Geben Sie jedem eine Rolle — Schwerpunkt, Verbindung oder Unterstützung. Nehmen Sie die Erde gedanklich weg und verstärken Sie dann die Blüte. Schreiben Sie auf, wie sich die Landschaft verändert. Das ist eine Beschreibungsübung, keine Rezeptur zum Herstellen.
Hinweise zur Lösung anzeigen
- Vermittelt mein Akkord eine klare Idee?
- Kann ich erklären, was fehlt, wenn ich ein Element entferne?
- Habe ich den dargestellten Gegenstand mit einem tatsächlich gewonnenen Rohstoff verwechselt?
Zum Merken
Ein gelungener Akkord ist eine klare Duftidee aus ausgewogenen Materialien.

